Über uns

Die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende wurde 1995 vom Bund gegründet. 1997 nahm sie ihre Tätigkeit auf. Sie hat den Auftrag, die Lebensbedingungen der Fahrenden in der Schweiz zu sichern und zu verbessern, und zu diesem Zweck die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden zu fördern. Zudem soll sie dazu beitragen, dass die auch in der Schweiz während langer Zeit diskriminierte und verfolgte Minderheit ihr kulturelles Selbstverständnis wahren kann. Heute sind die Fahrenden eine vom Bund anerkannte nationale Minderheit.

Der Stiftungsrat umfasst elf Mitglieder. Je zwei Mitglieder vertreten Bund, Kantone und Gemeinden. Fünf Mitglieder wirken als Vertreter der Fahrenden mit. Präsident der Stiftung ist alt Regierungsrat Dr. iur. Markus Notter, Zürich. Als Geschäftsführer amtiert Dr. iur. Urs Glaus, St. Gallen.

Die Stiftung leistet fachliche, juristische und politische Unterstützung für Anliegen der Minderheit der Fahrenden.

 

Mehr Stand- und Durchgangsplätze

Das Ziel der Stiftung ist, dass den Fahrenden genügend Stand- und Durchgangsplätze zur Verfügung stehen. Wie Gutachten der Stiftung zeigen, hat die Anzahl Plätze in den letzten Jahren jedoch ab- statt  zugenommen. Die aktuelle Situation kann nur verbessert werden, wenn

  • die räumlichen Bedürfnisse der Fahrenden besser wahrgenommen werden.
  • die Instrumente der Raumplanung zu Gunsten der Fahrenden eingesetzt werden.
  • neben der Schaffung von Plätzen der Betrieb der bestehenden Plätze gesichert wird.

 

Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden festigen

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine bessere Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden. Zu diesem Zweck erarbeitet  die Stiftung Grundlagen, berät Behörden, organisiert Tagungen und gibt Medien Auskunft. Sie leistet auch bescheidene finanzielle Beiträge für die Schaffung neuer Plätze sowie für Projekte, die der Erfüllung des Stiftungszwecks dienen.

 

Diskriminierung der Fahrenden stoppen

Die Stiftung setzt sich dafür ein, Diskriminierungen von Fahrenden in der Schweiz zu verhindern und zu beseitigen. Sie trug massgeblich zur Einführung eines neuen Reisendengewerbegesetzes (2001, in Kraft seit 2003) bei, und ist bestrebt, Lösungen zu finden für die spezifischen Bedürfnisse bezüglich der Ausbildung jenischer Kinder und Jugendlicher. Mit der dreisprachigen Website «Die Schweizer Fahrenden in Geschichte und Gegenwart» möchte die Stiftung zu einer besseren Kenntnis der fahrenden Minderheit beitragen, die oft Vorurteilen begegnet und deren Lebensweise nach wie vor bedroht ist.

 

Weitere Angaben: Bundesamt für Kultur