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Beat Grossrieder (*1967)

«Jahrhundertlang wurde die fahrende Lebensweise verfolgt. Dabei wurde ignoriert, dass es für die menschliche Kreativität immer beides braucht: das Sesshafte und das Fahrende, das Gewohnte und das Aussergewöhnliche. Wer das eine nicht zulässt, wird auch das andere verhindern. Würde unsere Gesellschaft nur eine einzige Lebensart dulden, würden wir kulturell verarmen. Doch nach wie vor grenzen wir Menschen aus, die ‹anders› sind: Randständige, psychisch Kranke, Drogenabhängige, Militärdienst- und andere Verweigerer.»

Beat Grossrieder, *1967, Journalist

Planung für Platz Herzogenbuchsee läuft

In Herzogenbuchsee im Kanton Bern wird ein neuer Platz geplant.  Im Waldäcker könnten 15 Stellplätze entstehen. Es gelten die gleichen Regeln wie bei den anderen Plätzen im Kanton Bern auch: Der Betrieb ist grundsätzlich kostendeckend. Der Kanton übernimmt ein allfälliges Minus aber nur zu 80 Prozent. 

Fahrende kritisieren den neuen Standort – weil sie kein WC mitten auf dem Platz wollen

Noch bevor der neue Platz für Fahrende eröffnet wird, gibt es Kritik. Gut sichtbar steht das WC-Häuschen in der Mitte des neuen Platzes für Fahrende an der Friedrich-Miescher Strasse. Genau das wollte der Präsident des Vereins Sinti und Roma Schweiz im Vorfeld verhindern. «Wir Jenischen haben ein striktes Reinheitsgebot», sagt er.

Erinnerungskultur in Graubünden: Mahnmal fürsorgerische Zwangsmassnahmen

Vor einem Jahr hat sich die Bündner Regierung bei den Betroffenen entschuldigt. Jetzt geschah ein weiterer bedeutender Schritt: Ein Mahnmal wurde in Chur eröffnet – in der Nähe von Fürstenwald. Es wurde bewusst ein Ort gewählt, an dem viele Leute durchspazieren und so mit dieser Geschichte konfrontiert werden. 
Bis in die achtziger Jahre wurden tausende Menschen weggesperrt und misshandelt. Uschi Waser von Naschet Jenische und Stiftungsrätin der Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende nimmt im Fernsehbeitrag Stellung.

Jenische, Sinti und Roma: Wie die unbekannte Minderheit die Kultur der Schweiz bereichert

Die Donnerstags-Gesellschaft Oberuzwil lädt übermorgen zur Ausstellung über Jenische, Sinti und Roma. Das gegenseitige Kennenlernen soll Vorurteile abbauen und das gegenseitige Verständnis fördern. Lassen sich fahrende Gruppen für eine Zeit nieder, ruft das nicht nur positive Reaktionen hervor. Thomas Rhyner, Präsident der Donnerstags-Gesellschaft Oberuzwil, ist überzeugt, dass hinter den Vorbehalten oft Unkenntnis über Mensch und Kultur steckt. Dem will die Gesellschaft mit einer Ausstellung über Jenische, Sinti und Roma Abhilfe schaffen.

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