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Beat Grossrieder (*1967)

«Jahrhundertlang wurde die fahrende Lebensweise verfolgt. Dabei wurde ignoriert, dass es für die menschliche Kreativität immer beides braucht: das Sesshafte und das Fahrende, das Gewohnte und das Aussergewöhnliche. Wer das eine nicht zulässt, wird auch das andere verhindern. Würde unsere Gesellschaft nur eine einzige Lebensart dulden, würden wir kulturell verarmen. Doch nach wie vor grenzen wir Menschen aus, die ‹anders› sind: Randständige, psychisch Kranke, Drogenabhängige, Militärdienst- und andere Verweigerer.»

Beat Grossrieder, *1967, Journalist

LANDAUF, LANDAB: Das Leben der anderen

In der aktuellen Kolumne berichtet Robert Bossart in der Luzerner Zeitung über seine Erfahrung mit Fahrenden.

Plötzlich sind sie da. Wie ein aus dem Boden geschossener Campingplatz. Einfach ohne Ferienstimmung. Fahrende. Aus dem Elsass. Sprechen etwas Deutsch, ziemlich gut Französisch und noch eine Sprache, die ich nicht verstehe. Die Wiese unseres benachbarten Bauern füllte sich über Nacht mit Wohnwagen und Autos, Satellitenschüsseln und WC-Häuschen.

Unternehmer in Hefenhofen hat schon wieder Ärger mit Fahrenden

Bereits das achte Mal in diesem Jahr seien Fahrende auf dem Nachbarsgrundstück, sagt Bruno Straub. Er fühlt sich von der Gemeinde im Stich gelassen. Die könne kaum was machen, sagt Präsident Andreas Diethelm.

Die unbekannteste Minderheit: Sinti in der Schweiz

Zwei Jahre nach der offiziellen Anerkennung als Minderheit der Schweiz, geben die Sinti erstmals Einblick in ihren Alltag und ihre Geschichte. Zur neuen Ausstellung der Sinti das «Tagesgespräch» mit Fino Winter, Präsident von «Sinti Schweiz» und Katrin Rieder, Projektleiterin der Ausstellung.

Ein Fenster zum Leben der Sinti geht einen Spalt weit auf

Vor 20 Jahren eröffnete die Stadt Bern den Standplatz Buech für Fahrende. Vor zwei Jahren anerkannte Bundesrat Alain Berset die Sinti, die Jenischen und die Roma als eigenständige Völker. Beides Meilensteine in der Geschichte - die nun in Bern zusammenfliessen. Zum Jubiläum des Standplatzes Buech haben die Sinti eine Wanderausstellung zusammengestellt, in der sie ihre Kultur, ihre Sprache und ihre Eigenheiten erklären. «So etwas wäre vor der Begegnung mit dem Bundesrat unmöglich gewesen. Da ist ein wichtiger Prozess in Gang gekommen», sagt Jaelle Eidam von der Stiftung B.

«Ein guter Platz. Wir kommen sicher wieder»

Der Standplatz an der Wölflistrasse in der Stadt Bern erhält von den Fahrenden gute Noten.

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