Ab sofort fliesst das Geld

Mittwoch, 3. Januar 2018

Noch diesen Monat erhalten in der Schweiz 366 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen 25 000 Franken als Solidaritätsbeitrag aus dem nationalen Fonds.

Um Beiträge ersucht haben beim Bundesamt für Justiz (BJ) laut einer Mitteilung über 4300 Personen. Sie wurden vor 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, besser bekannt als «Verdingkinder».

Noch bis zum 31. März können weitere Gesuche gestellt werden. Weil aber angenommen werden könne, dass bis dann weniger als 12 000 eingehen, könne mit den Auszahlungen früher als geplant begonnen werden, geht aus der Mitteilung weiter hervor. Von den gesamtschweizerisch bisher 4310 bekannten Opfern erhalten nun jene 366 als Erste den einmaligen Solidaritätsbeitrag, die schwer krank oder über 90-jährig sind.

Finanziert werden die Solidaritätsbeiträge vom Bund. Die Kantone und Dritte können ihn dabei aber freiwillig unterstützen. Getan haben das in unterschiedlicher Höhe bisher 20 Gemeinden und die folgenden acht Kantone: Glarus, St. Gallen, Graubünden, Obwalden, Thurgau, Solothurn sowie Appenzell Inner- und Ausserrhoden.

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