Fahrende erhalten mehr Platz im Kanton Zürich

Mittwoch, 15. November 2017

Der Zürcher Regierungsrat will mehr Stand- und Durchgangsplätze schaffen – und gründet dafür eine neue Fachstelle.

«Stand- und Durchgangsplätze bilden eine wichtige Voraussetzung für die fahrende Lebensweise», heisst es im Konzept, das der Regierungsrat in der vergangenen Woche verabschiedet und nun im Internet veröffentlicht hat.

Derzeit gibt es im Kanton Zürich vier Standplätze und acht Durchgangsplätze. Um die Situation zu verbessern, sollen nun gemäss Konzept insbesondere die bestehenden Durchgangsplätze auf 10 bis 15 Stellplätze erweitert werden. Zusätzlich zu diesem bestehenden Angebot soll ein neuer Standplatz im Zürcher Oberland bezeichnet und erstellt werden. Gesucht werden im Weiteren fünf Durchgangsplätze in den Regionen Glattal, Winterthur, Unterland und Zürich.

Als wichtige Alternative sieht das Konzept der Zürcher Regierung auch den «spontanen Halt» vor. Ein- oder zweimal im Jahr sollen Private eine passendes Areal für rund vier Wochen an Fahrende vermieten können.

Zur Koordination sieht der Regierungsrat eine Fachstelle vor, die innerhalb des Amtes für Raumsiedlung in der Baudirektion angesiedelt wird.

Das «Konzept für die Bereitstellung von Halteplätzen für Schweizer Fahrende im Kanton Zürich» (Beschluss des Regierungsrates vom 8.11.2017) ist auf der Website des Amts für Raumentwicklung (Raumplanung: Veröffentlichungen: Gebietsplanungen und Konzepte) aufgeschaltet.

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