Gülle, Kot und Betonklötze gegen Fahrende

Dienstag, 29. August 2017

Als sie vernahmen, dass sich schon wieder französische Fahrende auf Gemeindegebiet einrichten wollten, griffen Bewohner aus Wileroltigen zu drastischen Mitteln.

In Wileroltigen (BE) sorgten Fahrende vor zwei Tagen für Aufregung, berichtet «20 Minuten». Anwohner hatten das Gerücht vernommen, dass eine Gruppe Franzosen erneut den Rastplatz neben der A1 einnehmen wollte. Gemeindepräsident Christian Grossenbacher sei dieses Gerücht auch zu Ohren gekommen, sagt er zum «Bund», offizielle Informationen habe er aber keine. Nichtsdestotrotz schritten die Bewohner zur Tat und verteilten stinkenden Hühnermist und dampfende Gülle auf der Fläche, auf der bis vor zwei Wochen noch hunderte von Fahrenden lebten. Mehrere Bewohner hätten die Fläche zudem mit Betonklötzen abgesperrt, damit niemand auf den Platz fahren kann.

Angela Mattli, Kampagnenleiterin Minderheiten und Diskriminierung bei der Gesellschaft für Bedrohte Völker Schweiz, hält nichts von dieser Aktion. «Ich finde das ein relativ schwieriges Verhalten. Denn die Personenfreizügigkeit gilt auch für die fahrenden Roma – auch in Wileroltingen. Dagegen hilft Gülle auch nicht viel.»

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