Jenische und Sinti sind zunehmend «alarmiert»

Dienstag, 15. August 2017

Angesichts der anhaltenden und gehässigen Diskussionen über Plätze fühlen sich Schweizer Jenische und Sinti diskriminiert.

Die Radgenossenschaft der Landstrasse, die Dachorganisation der Schweizer Jenischen und Sinti, fordert, dem «wachsenden Rassismus» in der Schweiz Einhalt zu gebieten. Die jüngsten und namentlich im Kanton Bern heftigen und «teils bösartigen» Streitereien um Halteplätze habe die Gemeinschaft «alarmiert», teilte die Radgenossenschaft am Dienstag mit.

Sie stellt unter anderem fest, dass der diffuse Ausdruck «Fahrende» für verschiedene Gruppen benutzt werde, womit man alle Angehörigen aller Minderheiten in einen Topf werfe – und diese gegeneinander ausspiele. «Wir sind keine ‹Fahrenden›», so die Radgenossenschaft, «wir sind Jenische, Sinti, Roma.» Viele seien sesshaft, ein Teil gehe im Wohnwagen einem Erwerb nach: «Und in jeder Ethnie gibt es anständige und unanständige Menschen.»

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