Kanton will Fürsorgerische Zwangsmassnahmen anerkennen

Freitag, 1. September 2017

Am dritten und vorletzten Tag der Augustsession des Bündner Grossen Rates sind die Fragestunde und der Fraktionsauftrag der SP zur Verkleinerung des Parlaments die Hauptthemen.

Nun wurde die wohl emotionalste Frage beantwortet: Es geht dabei um die offizielle Anerkennung der Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Gemäss Grossrätin Vera Stiffler wäre die Anerkennung ein wichtiges Zeichen für die Betroffenen, berichtet «Die Südostschweiz». Es gehe darum, offiziell anzuerkennen und zu bestätigen, was geschehen sei. Im Herbst 2017 wird die Regierung kommunizieren, wie sie diese Taten anerkennen will, wie Regierungsrat Jon Domenic Parolini vor dem Grossen Rat erklärte. Betroffene Anwesende brachen nach diesen Worten spontan in Beifall aus, und Grossrätin Stiffler war sichtlich gerührt und erklärte: «Ich bin positiv überrascht.»

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