Schläge und Essensentzug als trauriger Alltag

Freitag, 3. Februar 2017

Versorgt, verwahrt oder verdingt wurden Kinder aus «schwierigen Verhältnissen» auch im Kanton Zug. Die Zuger Historikerin Gisela Hürlimann hat die Schicksale erforscht.

Die Zuger Historikerin Gisela Hürlimann hat für ihre Lizentiatsarbeit die Situation in Zug bereits vor Jahren erforscht. Der Titel ihrer Arbeit lautet «Versorgte Kinder – Kindswegnahme und Kindsversorgung 1912–1947 am Beispiel des Kinderheims Marianum Menzingen». Sie sagt im Interview mit Marc Benedetti von «zentralplus» unter anderem: «Im Fall der jenischen "Kinder der Landstrasse" war die Wegnahmepolitik systematisch und klar diskriminierend. […] Im Marianum, wie in einem weiteren Heim in Hagendorn, wurden auch "Kinder der Landstrasse" durch die Pro Juventute oder durch das Seraphische Liebeswerk versorgt.»

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