«Verjagen ist die viel schlechtere Variante als offizielle Plätze»

Sonntag, 10. September 2017

Für Regierungsrat Christoph Neuhaus ist die Suche nach Plätzen für Fahrende der «Lackmustest für unseren Umgang mit Minderheiten».

Platzt plötzlich der Platz? Zumindest in der Nacht vom Samstag auf Sonntag war der provisorische Durchgangsplatz für Fahrende an der Wölflistrasse in Bern so belebt, wie wohl nie zuvor. Ursache dafür waren allerdings nicht allein fahrende Jenische und Sinti, sondern auch die vielen sesshaften Normalbürger, die sich trotz herbstlichem Regenschauer den Begegnungsanlass gönnten, zu dem die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende geladen hatte. Ein Bericht von Marc Lettau im «Bund».

Die Schaffung neuer Plätze – den vom Kanton Bern angestrebte Transitplatz für ausländische Roma eingeschlossen – werde «zum Lackmustest für unseren Umgang mit Minderheiten», sagte Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP). Wenn die Mehrheit zu bestimmen beginne, wie genau Minderheiten zu leben hätten, bewege man sich auf gefährliches Terrain: «Es braucht primär die Fähigkeit zum Dialog.»

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