Wo Roma friedlich campieren

Freitag, 8. September 2017

Für vier Wochen hat Pfungen (ZH) Besuch aus dem Elsass. 17 Roma-Wagen halten sich auf einer Wiese westlich des Dorfs auf. Dieses reagiert mustergültig und unaufgeregt.

Am Radweg nach Embrach, im Rietli, stehen auf einem Wiesenstreifen 17 Wohnwagen, berichtet «Der Landbote». Sie stammen von Fahrenden, die aus dem Elsass angereist sind. «Wir sind sehr froh, hier einen schönen Platz gefunden zu haben», sagt eine Romni, die gerade mit anderen Frauen Bohnen, Kartoffeln und Poulet für das Mittagessen zubereitet. Die Männer seien zurzeit alle nicht da. Sie seien auf Arbeitssuche, bieten ihre Dienste als Maler, Restaurateure von Fensterläden oder bisweilen auch als Computerspezialisten an.

In den Reisemonaten halten sich laut der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bis zu 1500 Roma-Wagen in der Schweiz auf, die meisten auf Privatgrund. Von den allerwenigsten hört man etwas. Im Winterhalbjahr leben die Fahrenden an einem festen Ort, teilweise in Wohnungen und ihre Kinder gehen zur Schule. Nur die wenigsten seien das ganze Jahr über im Wohnwagen unterwegs.

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