Es waren zu viele – Fahrende machen in Belp doch keinen Halt

21. März 2025

Die Gemeinde Belp hatte sich mit ausländischen Fahrenden bereits geeinigt – dann kam es offenbar zu Differenzen innerhalb der Gruppe.

BZ/Johannes Reichen

Beim Flughafen Bern-Belp halten sich regelmässig Fahrende aus Frankreich auf. Seit ein paar Jahren ist es stets die gleiche Gruppe, die einen Parkplatz bei Giessenbad am Rand des Flughafenareals belegt. Ihre Anwesenheit erfolgt jeweils in Absprache mit der Gemeinde.

«Wir sind uns der Problematik der Fahrenden bewusst und versuchen, soweit möglich Hand zu bieten», sagt Gemeindepräsident Stefan Neuenschwander (SP). Mit der Gruppe habe man bisher gute Erfahrungen gemacht. Die Kommunikation erfolgt stets über die gleiche Ansprechperson.

Nun wollten die Fahrenden auch in diesem Frühling wieder nach Belp kommen. Der Parkplatz hätte ihnen vom 8. bis 28. März zur Verfügung stehen sollen. «Danach findet beim Flughafen die Übung der Armee statt», so Neuenschwander. Deshalb sei der Zeitraum begrenzt worden.

Differenzen unter Fahrenden

«Abgemacht war, dass sie mit 15 Wohnwagen anreisen», sagt Neuenschwander. Darauf habe man sich in einem Vertrag geeinigt. Die Fahrenden zahlen jeweils eine Standmiete. In der Dorfzeitung «Belper», die in diesen Tagen erschien, wurde die Anwesenheit publik gemacht.

Nun bleibt der Parkplatz trotzdem leer, wie die Gemeinde auf der Website schreibt. Denn statt mit 15 Wagen hatten die Fahrenden plötzlich eine deutlich grössere Gruppe angekündigt. «Innerhalb der Gruppe gab es Differenzen», sagt Neuenschwander. Die Ansprechperson der Gruppe habe letztlich von sich aus entschieden, nicht nach Belp zu kommen.

Gemeindepräsident ist froh

«Ich bin froh, dass wir zu dieser Lösung gekommen sind», sagt der Gemeindepräsident. «Wenn Fahrende kommen, dann muss das im geordneten Rahmen geschehen.» Das sehe auch der Mann so, der Ansprechpartner der Gemeinde sei. «Er möchte auch künftig nach Belp kommen.» Das wolle er nicht aufs Spiel setzen.

An einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat Belp nun ausführlich mit den Fahrenden befassen. «Wir wollen einen Grundsatzentscheid, ob und in welchem Rahmen sie künftig zu uns kommen können», sagt Neuenschwander.