Trotz Widerstand der Gemeinden: Kanton Solothurn hält an Halteplätzen für Fahrende in Härkingen und Biberist fest

23. Juni 2025

Die Solothurner Regierung bleibt dabei: Sie sieht zwei Landstücke in Biberist und Härkingen als geeignet an, um diese zu Standplätzen für Schweizer Fahrende auszubauen. In Härkingen kündigt der Gemeindepräsident weiteren Widerstand an.

Solothurner Zeitung/Daniela Deck

Am Chesslerweg in Härkingen soll ein Standplatz für die Wintermonate entstehen und an der Bürenstrasse in Biberist ein kombinierter Stand- und Durchgangsplatz für die Sommermonate. In den betroffenen Gemeinden hat sich Widerstand formiert, doch die Regierung will nicht von ihren Plänen abrücken.

Der bestehende Halteplatz für Schweizer Sinti und Jenische soll durch zwei Halteplätze in Härkingen und Biberist ergänzt werden. Das hat der Regierungsrat am Montag mitgeteilt.

Trotz Widerstand aus den betroffenen Gemeinden hält die Regierung an den beiden Standorten im ehemaligen kantonalen Werkhof am Chesslerweg in Härkingen (Platz für zehn Wohnwagen) sowie am Gebiet Tscharandimatt an der Bürenstrasse in Biberist (Platz für zehn bis 15 Wohnwagen) fest.

Der Platz in Härkingen soll hauptsächlich als Quartier für die Wintermonate dienen, derjenige in Biberist für die Reisetätigkeit im Sommerhalbjahr.

«Die Arbeiten erfolgen unter Einbezug der betroffenen Gemeinden und werden von einer fachlich breit abgestützten kantonalen Arbeitsgruppe begleitet», schreibt die Regierung. Die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit im Sommer 2023 aufgenommen.

In einem ersten Schritt sollen die zwei Gebiete mit der Anpassung 2026 im kantonalen Richtplan als Vorhaben festgesetzt werden. Nun sollen sich vier Projektgruppen um die weiteren Aufgaben kümmern: Schule und Soziales, Planung und Bau, Kommunikation und (zu einem späteren Zeitpunkt) Betrieb.