Finanzielle Unterstützung Corona

Finanzielle Unterstützung Corona-Krise

Für Beratung im Zusammenhang mit der Corona-Krise können sich Jenische und Sinti hier melden 031 352 52 50

Kundinnen und Kunden haben in der aktuellen Corona-Krise oft kein Interesse an Dienstleistungen der Jenischen, Sinti und Roma. Oder der Bundesrat hat die Arbeit eingeschränkt. 

Jenische und Sinti, die als Selbstständigerwerbende arbeiten, können bald Entschädigungen beantragen, wenn ihre Tätigkeit verboten wurde. Verboten sind Tätigkeiten wie beispielsweise (Floh-)Märkte oder Dienstleistungen mit Körperkontakt (Haareschneiden, Manicure); Art. 6 Abs. 1 und 2 der COVID-19-Verordnung 2.

Die Höhe der Beiträge legen die Behörden auf der Grundlage des letztjährigen Einkommens fest. Massgebend sind hierzu die einbezahlten AVH-Beiträge (AHV-Verfügung 2019). Das Formular kann schon jetzt ausgefüllt und eingereicht werden. Es ist aber mit Wartezeit zu rechnen, bis die Entscheide über die Auszahlung gefällt und allfällige Auszahlungen erfolgen werden. 

Kleine Betriebe können «Überbrückungskredite» bei ihrer Hausbank beantragen. Der Bund bürgt für diese Kredite. Es gibt weitere Massnahmen wie der zinslose Zahlungsaufschub bei Liquiditätsproblemen.

Die Übersicht der Information des Bundes über die Entschädigung bei Massnahmen gegen das Coronavirus findet sich hier. 

Unterstützung in Notfällen

In dringenden Notfällen empfehlen wir, die Sozialhilfestellen in Ihrer Gemeinde (in der Sie Ihren Wohnsitz haben) zu kontaktieren. Zur Bemessung von Sozialhilfe für «Fahrende» beachten Sie bitte die Hinweise der Fachstelle für Rassimusbekämpfung des Bundes.

Es stellen sich oft Fragen zum Wohnsitz, wenn man Sozialhilfe benötigt. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier. 

Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat seinen Wohnsitz (Unterstützungswohnsitz) in dem Kanton, in dem sie oder er sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Dieser Kanton wird als Wohnkanton bezeichnet. Der Wohnkanton ist für die Unterstützung zuständig. Haben Antragstellende keinen Unterstützungswohnsitz (in einer Gemeinde), so werden sie vom Aufenthaltskanton unterstützt (Art.12 Abs2 ZUG). In diesem Fall müssten Sie sich an die kantonalen Sozialbehörden wenden.