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Warme Worte für die Opfer - Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende

Warme Worte für die Opfer

27. Mai 2016

Vor 30 Jahren entschuldigte sich die Schweiz für die Verfolgung der Jenischen – auch auf Druck des Beobachters. Doch die Aufarbeitung ist stecken geblieben.Dabei ist der 3. Juni 1986 ein hoffnungsvoller Tag. Sommersession: Zwei Nationalräte verlangen Details zur Pro Juventute und ihrem 1973 geschlossenen «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse»: ...

Vor 30 Jahren entschuldigte sich die Schweiz für die Verfolgung der Jenischen – auch auf Druck des Beobachters. Doch die Aufarbeitung ist stecken geblieben.Dabei ist der 3. Juni 1986 ein hoffnungsvoller Tag. Sommersession: Zwei Nationalräte verlangen Details zur Pro Juventute und ihrem 1973 geschlossenen «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse»: Die Stiftung ist in den Schlagzeilen, weil Jenische die Herausgabe von Akten verlangen, die organisierten Kinderraub belegen sollen.Uschi Waser gehörte damals zu den Aktivisten, die die Aktenherausgabe forderten. Bundespräsident Alphons Egli habe einen neuen Ton angeschlagen. «Jahrelang hatte uns niemand ernst genommen. Seine Entschuldigung hiess, dass uns die offizielle Schweiz anerkannte.»Auch für Thomas Huonker, damals ein junger Historiker, der sich für das «Hilfswerk» zu interessieren begonnen hatte, waren Eglis Worte ein Signal. «Er demonstrierte, dass auch eine Institution in der Lage ist, sich zu entschuldigen», sagt er.Ernüchtert über das langsame Tempo ist jener Mann, der den organisierten Kinderraub des «Hilfswerks» als Erster publik gemacht hat: Hans Caprez, Beobachter-Redaktor von 1971 bis 1998. «Es ist beschämend für dieses Land, dass es die Opfer der eigenen menschenverachtenden Politik so lang allein lässt», sagt der 76-Jährige.

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